Whisky des Monats - Dezember 2009

30 11 2009

2009_12_wdm.jpgLongmorn 1996
- Refill Sherry Butt -

Longmorn wurde 1894/5 gebaut und 1898 mit der Nachbarbrennerei Benriach zusammengeschlossen. 1970 fusionierten sie mit den Brennereien Glen Grant und Glenlivet zur Firma The Glenlivet Distillers Ltd. Diese wurde dann 1977 von dem kanadischen Konzern Seagram übernommen und 2001 an Pernod Ricard verkauft. Da die Brennblasen von Longmorn recht klein sind, wurde die Brennerei bereits 1972 von vier auf sechs und 1974 auf acht Brennblasen erweitert. Die “wash stills” haben eine Kapazität von 9.700 Litern, die “spirit stills” von 6.500 Litern.

Kräftiger Duft nach Kräutern und etwas Sherry; anfangs recht würzig, dann blumig, malzig und mit etwas Vanillin. Mittelschwerer, leicht öliger Körper. Malzig-süßlicher, äußerst komplexer Geschmack mit würzigen Kräuter- und Heidehonignoten; gegen Ende trockener werdend und mit einer dezenten Salznote. Sehr langer und angenehm wärmender Abgang.

Die Wasserzugabe rundet den Whisky sehr schön ab und nimmt ihm etwas die Trockenheit; im Abgang erscheint eine leichte Eichenholznote.

Unser Tipp: probieren Sie verschiedene Verdünnungen aus - je nach Wetter (sprich: Temperatur) ergeben sich immer wieder neue Aspekte!



Whisky des Monats - November 2009

4 11 2009

2009_11_wdm.jpgTalisker Distiller’s Edition
- Amoroso Sherry Finish -

Nach einigen Fehlversuchen an anderer Stelle wurde die Talisker Destillerie 1831/2 von Hugh und Kenneth MacAskill am heutigen Standort gegründet. Zeitweise war Talisker im Besitz von Roderick Kemp, dem damaligen Inhaber der Macallan Brennerei. 1898 bildete sich die Firma Dailuaine-Talisker Distilleries Ltd., die Talisker im Jahr 1900 vergrößerte. 1925 kam sie dann zur Firma DCL, die 1928 die zuvor übliche Dreifach-Destillation aufgab. Nach einem Feuer wurde die Destillerie 1960 teilweise neu aufgebaut. 1987 schließlich Übernahme durch United Distillers (heute Diageo).

Im Duft erst Sherry und Rauch, im Hintergrund etwas Meersalz, Jod und Kräuternoten. Kräftiger, öliger Körper. Malzig-süßlicher, angenehm sherrytöniger Geschmack; leicht pfeffrig, mit würzigen Eichenholznoten und ein wenig Salz; gegen Ende trockene und rauchige Heidekrautnoten. Sehr langer, leicht torfiger und angenehm wärmender Abgang.

Die Wasserzugabe verstärkt die süßlichen Malz- und Sherrynoten, mildert etwas die Pfeffrigkeit und bindet die Salz-, Kräuter- und Eichenholznoten besser ein. Der Abgang bleibt unverändert lang.

Unser Tipp: Obwohl der Talisker recht mild ist und auch ohne Wasser getrunken werden kann, rundet ihn ein wenig Wasser sehr schön ab und zeigt auch besser seine Komplexität!