Whisky des Monats - Februar 2012

1 02 2012

Bruichladdich 10 y.o.
- The Laddie Ten -

2012_02_wdm2.jpgDie Brennerei wurde 1881 von der Familie Harvey gebaut. Von 1929 - 1937 war sie geschlossen; von 1938 bis 1952 im Besitz von National Distillers of America. 1952 wurde sie an Ross & Coulter, 1960 an A. B. Grant und 1968 an Invergordon verkauft. 1975 wurde die Brennerei von zwei auf vier Brennblasen erweitert. 1994 wurde sie von Jim Beam gekauft und geschlossen. Im Dezember 2000 wurde Bruichladdich von Mark Reynier, Simon Coughlin und Gordon Wright erworben und am 29.05.2001 wieder in Betrieb genommen.

Im Duft eine frische Meeresbrise, leicht heuartige und frische Eichenholznoten, sowie im Hintergrund eine dezente Rauchigkeit. Recht fester und etwas öliger Körper. Malzig-würziger Geschmack, leicht salzig und mit saftigen Eichenholznoten - gegen Ende etwas trockener werdend und ein wenig torfig. Langer, recht würziger und angenehm wärmender Abgang - zum Schluß bleiben die torfigen Noten sehr schön stehen.

Mit etwas Wasser wird der Duft fruchtiger (Apfel?!), der Geschmack malziger; mit mehr Wasser werden die salzigen Noten abgemildert, die torfigen Noten etwas verstärkt. Der würzige Abgang bleibt unverändert lang, mit trockeneren Eichenholz- und torfigen Noten am Ende.

Unser Tipp: verschiedene Verdünnungen ausprobieren; aber nicht allzuviel Wasser zugeben - es sei denn, Sie lieben die malzig-süßlichen Noten.

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Whisky des Monats - Dezember 2011

1 12 2011

Benrinnes 14 y.o.
- ungefärbt und nicht filtriert -

2011_12_wdm2.jpgBenrinnes wurde 1834 unter dem Namen Lyne of Ruthrie von John Innes gegründet. 1838 wurde sie von William Smith & Co. übernommen und umgetauft. 1922 erwarb John Dewar & Sons die Brennerei, verkaufte sie aber schon 1925 an DCL, die sie 1930 an SMD übertrugen. 1955/6 wurde Benrinnes renoviert und 1966 auf sechs Brennblasen (je zwei wash, intermediate und spirit stills) erweitert. 1987 schließlich Übernahme durch UD (heute Diageo). Benrinnes destilliert in einem für die Highlands ungewöhnlichen, teilweise dreifachen Brennverfahren.

Frischer, fruchtiger, leicht floraler und kräutertöniger Duft mit ein wenig Vanillin im Hintergrund. Mittelschwerer, leicht öliger und fester Körper. Anfangs malzig-süßlicher und sehr würziger Geschmack; dann deutlich trockener werdend, mit einer sehr angenehmen, leichten, pfeffrigen Schärfe; gegen Ende mit frischen, leicht trockenen Eichenholznoten.

Sehr langer, angenehm wärmender Abgang; gegen Ende bleiben die trockenen und würzigen Eichenholznoten stehen.
Die Wasserzugabe verstärkt die malzig-süßlichen Noten und mildert die pfeffrige Schärfe; im Hintergrund erscheint eine sehr dezente Torfnote und ein wenig Lakritz.

Unser Tipp: nur sehr wenig Wasser zugeben!

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Whisky des Monats - November 2011

9 11 2011

Bowmore 2001
- Port Wood Finish von Murray McDavid -

2011_11_wdm2.jpgDer Name Bowmore (gälisch: Bogh more) bedeutet „Großes Riff“. Die Brennerei wurde angeblich schon 1779 am Ufer des Loch Indaal gegründet – sicher aber 1816 von John Simpson. 1852 wechselte sie in den Besitz von William & James Mutter; 1925 wurde sie von der Sheriff’s Bowmore Distillery Co. übernommen, dann 1950 von William Grigor & Son, die sie 1963 an Stanley P. Morrison Ltd. verkauften. Seit dem 1.8.1994 ist die Firma Morrison Bowmore Distillers Ltd. im Besitz des japanischen Konzerns Suntory.

Angenehm rauchiger Duft mit dezenten Portweinnoten; im Hintergrund ein wenig blühende Johannisbeere. Recht öliger, mittelschwerer Körper. Anfangs fruchtiger Portwein-Geschmack, dann trockener werdend mit leicht salzigen und würzigen Noten; gegen Ende etwas Eichenholz und Torf.

Sehr langer, torfiger und trockener werdender Abgang, untermalt von dezenten Weinnoten. Die Wasserzugabe intensiviert sehr schön den Duft, der Whisky wird im Geschmack runder und im Abgang weniger trocken; die torfigen Noten werden etwas verstärkt.

Unser Tipp: nur wenig Wasser zugeben!



Whisky des Monats - Oktober 2011

10 10 2011

Port Charlotte
- An Turas Mor -

Nachdem die im gleichnamigen Ort Port Charlotte gelegene Brennerei bereits 1929 geschlossen wurde, wird dieser recht stark getorfte Whisky (40 ppm) seit 2001 in der Bruichladdich Destillerie produziert. 2011_10_wdm2.jpgBruichladdich wurde 1881 von der Familie Harvey gebaut. Von 1929 bis 1937 war die Brennerei geschlossen; von 1938 bis 1952 im Besitz von National Distillers of America.

1952 wurde sie an Ross & Coulter, 1960 an A. B. Grant und 1968 an Invergordon verkauft. 1975 wurde die Brennerei von zwei auf vier Brennblasen erweitert. 1994 wurde sie von Jim Beam gekauft und geschlossen. Im Dez. 2000 wurde Bruichladdich von Mark Reynier, Simon Coughlin und Gordon Wright erworben und am 29.05.2001 wieder in Betrieb genommen.

Recht rauchige und sehr komplexe Nase, gepaart mit einer sehr interessanten Meeresbrise. Fester, leicht öliger Körper. Im Geschmack anfangs malzig-süßliche Noten mit viel Torf, dann trockener werdend, recht salzig und mit einer sehr angenehmen Schärfe.

Sehr langer, leicht wärmender Abgang; gegen Ende bleiben die torfigen Noten sehr schön stehen.
Die Wasserzugabe fördert bereits im Duft fruchtig-süßliche Noten zutage und auch der Geschmack wird deutlich süßer, die Schärfe verschwindet; dafür wird der Torf am Ende noch präsenter.

Unser Tipp: Nur vorsichtig Wasser zugeben, der Port Charlotte verträgt nicht allzuviel davon.



Whisky des Monats - September 2011

1 09 2011

Mortlach 1998
- Hogshead-Lagerung von Dun Bheagan -

Die Brennerei wurde vermutlich 1824, sicher aber 1832 gegründet; zuvor wurde an diesem Ort schwarz gebrannt. 2011_09_wdm_.jpgMortlach war die erste legale Brennerei in Dufftown, heute ein sehr wichtiges Zentrum der Whiskyindustrie. Nach dem Verkauf an J. & J. Grant (Glen Grant) wurde Mortlach stillgelegt. 1854 stieg George Cowie mit ein und erweiterte die Destillerie 1897/8 von drei auf sechs Brennblasen. Ab 1923 ist die Firma eine Tochter von John Walker & Sons, die 1925 mit der DCL fusionierten. 1963/4 wurde Mortlach modernisiert und vergrößert. Ab 1987 ist sie im Besitz von UD (heute Diageo).

Recht kräftiger, aromatischer und würziger Duft mit sehr angenehmen Vanillin-Noten und ein wenig Rauch. Voller, öliger Körper. Anfangs malzig-süßlicher Geschmack, dann eine deutliche aber angenehme salzige Schärfe; gegen Ende trockener werdend, mit frischen Eichenholznoten und ein bischen Torf im Hintergrund.

Sehr langer und leicht wärmender Abgang – gegen Ende trockener werdend; die dezente Torfigkeit bleibt sehr schön stehen. Die Wasserzugabe verstärkt im Duft die würzigen und rauchigen Noten; der Geschmack wird kontrastreicher: erst fruchtig-süß, dann deutlich trockener, eichentöniger und mit etwas Heidekraut; der Torf wird vordergründiger. Die Schärfe wird abgemildert; der immer noch sehr lange Abgang wird trockener und torfiger.

Unser Tipp: Verschiedene Verdünnungen ausprobieren! Nicht zuviel Wasser nehmen!



Seminare & Tastings

9 08 2011

Liebe Kunden und Freunde des Isle of Skye,

der eine oder andere hat vermutlich schon sehnsüchtig auf die Seminartermine für das kommende Jahr gewartet. Und eigentlich hätten diese Termine auch schon Ende Juni hier zu lesen sein sollen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt und so sind die Termine bei unserem Webmaster unter die Räder gekommen. Ein aufmerksamer Leser der Website hat uns durch seine Nachfrage auf den Fehler aufmerksam gemacht - Vielen Dank an dieser Stelle!

Die neuen Seminartermine sind nun definitv online und auf unserer Seminarseite abrufbar. Viel Vergnügen beim Aussuchen der Termine.

Vor Weihnachten werden wir auch wieder unsere beliebten Weihnachtstastings in Ulm und Augsburg veanstalten. Dabei wählen fünf Whiskys aus dem Tasting-Angebot aus und bezahlen dafür nur 30 Euro. Neben neuen Destillerieabfüllungen halten wir natürlich auch wieder besonders spannende und leckere Einzelfaßabfüllungen für Sie bereit.

Das Tasting in Ulm findet am 19. November von 14 bis 17 Uhr statt, in Augsburg ist es am 26. November von 14 bis 17 Uhr soweit. Die Eintrittskarten können Sie ab sofort in Ihrem ISLE OF SKYE-Geschäft kaufen - die begrenzten Plätze sind meist schnell ausgebucht!



Whisky des Monats - August 2011

3 08 2011

Braeval 1996
- Sherry Butt -

Die Brennerei wurde 1973/4 unter dem Namen Braes of Glenlivet von der Firma Chivas Brothers gegründet. Bereits 1975 wurde sie von drei auf fünf, 1978 auf sechs Brennblasen erweitert. 1995 wurde die Destillerie in Braeval umbenannt, um Verwechslungen mit der älteren Schwesterbrennerei Glenlivet zu vermeiden. Schließlich wurde sie 2001 an die Firma Pernod Ricard verkauft, die sie ein Jahr später schlossen. Der Malt von Braeval war für den Blend Chivas Regal gedacht – als Single Malt bekommt man ihn nur gelegentlich von unabhängigen Abfüllern.

Leicht sherrytöniger Duft mit Noten von Kräutern und Blumen. Mittelschwerer Körper, leicht ölig. Fruchtig-süßlicher Geschmack, etwas Marzipan und dezente Sherrynoten; gegen Ende trockenere, leichte Eichenholznoten. Insgesamt ein sehr runder, fruchtiger Geschmack mit schön ausgewogenen Aromen. Recht langer und milder Abgang.

Die Wasserzugabe verstärkt sehr schön den Duft und fördert im Geschmack auch würzige Noten sowie etwas Heidehonig im Hintergrund zutage. Der Abgang wird sogar länger und leicht wärmend.

Unser Tipp: sicher schmeckt der Braeval auch ohne Wasser sehr gut; er wird aber mit etwas Wasser sehr viel reizvoller und subtiler – bitte nur wenig Wasser zugeben!



Whisky des Monats - Juli 2011

30 06 2011

Bladnoch “Distillers Choice”
- naturbelassene Originalabfüllung -

Die Lowland-Brennerei wurde 1817 (vielleicht schon 1814) von Thomas McClelland gegründet und blieb bis 1938 im Familienbesitz es folgten mehrere Besitzer. 1966 wurde Bladnoch von zwei 2011_07_wdm.jpgauf vier Brennblasen erweitert. Dann folgten erneut Besitzerwechsel, 1973 Inver House, 1983 Arthur Bell & Sons. 1985 kam Bladnoch zusammen mit Bell zu United Distillers (UD). Im Juni 1993 wurde die Brennerei geschlossen und im Oktober 1994 an Raymond Armstrong verkauft. Er konnte jedoch erst im Dezember 2000 auch die Brennlizenz erwerben, die zudem mit einer Mengenbegrenzung auf 100.000 Liter pro Jahr verbunden war.

Frischer, leicht fruchtiger Duft mit dezenten Kräuternoten und etwas Vanillin im Hintergrund. Fester, leicht öliger Körper. Sehr aromatischer Geschmack nach Birnen, mit leichten Eichenholznoten und einem Hauch Bittermandel.

Recht langer und angenehm wärmender Abgang. Mit Wasser wird der süßlich-fruchtige Duft etwas getreideartig; der Geschmack anfangs noch etwas süßlicher nach vollreifen Birnen, dann aber trockener werdend; die Eichenholznoten sind etwas deutlicher.

Unser Tipp: verschiedene Verdünnungen ausprobieren – aber nicht zuviel Wasser zugeben!!



Das Isle of Skye ist wieder da

27 06 2011

Liebe Freunde des Isle of Skye,

es ist geschafft, der Umzug ist vollzogen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir von unserem denkmalgeschützten Laden im Hunoldsgraben Abschied genommen und unseren neuen Laden in der Weißen Gasse bezogen. Den Umzug und Umbau haben wir binnen kürzestmöglicher Zeit bewältigt so dass wir am vergangenen Freitag bereits wieder die Pforten des Isle of Skye öffnen konnten.

Wir freuen uns, sie bald in unserem neuen Laden in der Weißen Gasse begrüßen zu dürfen.

Ihr Isle of Skye-Team



Kurze Schaffenspause…

26 05 2011

Liebe Kunden und Freunde des Isle of Skye in Augsburg,

die Zeit verging schneller als erwartet, die Umzugsphase steht unmittelbar bevor. Am Samstagnachmittag schließt das Isle of Skye im Hunoldsgraben für immer seine Pforten.

Doch wie heißt es im Sprichwort so schön: “Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne” und so dürfen Sie sich alle schon bald über das neue Isle of Skye in der Weißen Gasse. Wann wir genau am neuen Standort öffnen werden, können wir noch nicht endgültig sagen, zuviele Arbeiten müssen noch durchgeführt werden.

Sie können sich aber sicher sein, sie werden keine Minute länger als nötig auf Ihr ganz persönliches Whiskyfachgeschäft verzichten müssen. Wir werden Sie an dieser Stelle über den Eröffnungstermin natürlich informieren!

Ihr Isle of Skye-Team