6
02
2010
The Glendronach 12 y.o.
- Matured in Sherry Casks -
Glendronach wurde bereits 1826 von James Allardice gebaut; sie ist damit eine der ersten lizensierten Brennereien in den Highlands. Von 1852 bis 1880 war sie im Besitz von Walter Scott (Teaninich Destillerie). 1920 erwarb ein Sohn von William Grant (Glenfiddich) die Glendronach Brennerei, 1960 kam sie in den Besitz der Firma William Teacher & Sons; diese wiederum wurde 1976 von Allied Breweries übernommen. Da die Brennblasen von Glendronach recht klein sind (wash stills je 13.635 l, spirit stills je 6.800 l), wurde die Brennerei bereits 1966/7 von zwei auf vier Brennblasen erweitert. Die aktuelle Abfüllung wurde mit den traditionellen floor maltings, den hölzernen washbacks und der direkten Kohlebefeuerung der Brennblasen produziert. Von 1996 bis 2002 war Glendronach geschlossen. Der neue Eigentümer Pernod Ricard verkaufte die Brennerei schließlich 2008 an die Firma The Benriach Distillery.
Intensiver, süßlicher Duft nach Sherry und Beerenfrüchten, im Hintergrund mit Heu- und Kräuternoten. Voller und leicht öliger Körper. Mundfüllender Geschmack nach Sherry und Beerenfrüchten, untermalt von einer ingwerartigen Würze; gegen Ende mit trockeneren Eichenholznoten.
Langer und angenehm wärmender Abgang mit leicht nussigen Geschmacksnoten. Die Wasserzugabe fördert im Duft süßliche Fruchtnoten (Mango?!) zutage; der Geschmack wird ebenfalls süßlicher, aber auch runder; gegen Ende treten dann wieder die trocken-würzigen Eichenholznoten hervor.
Unser Tipp: es ist sehr reizvoll, unterschiedliche Verdünnungen auszuprobieren!
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30
11
2009
Longmorn 1996
- Refill Sherry Butt -
Longmorn wurde 1894/5 gebaut und 1898 mit der Nachbarbrennerei Benriach zusammengeschlossen. 1970 fusionierten sie mit den Brennereien Glen Grant und Glenlivet zur Firma The Glenlivet Distillers Ltd. Diese wurde dann 1977 von dem kanadischen Konzern Seagram übernommen und 2001 an Pernod Ricard verkauft. Da die Brennblasen von Longmorn recht klein sind, wurde die Brennerei bereits 1972 von vier auf sechs und 1974 auf acht Brennblasen erweitert. Die “wash stills” haben eine Kapazität von 9.700 Litern, die “spirit stills” von 6.500 Litern.
Kräftiger Duft nach Kräutern und etwas Sherry; anfangs recht würzig, dann blumig, malzig und mit etwas Vanillin. Mittelschwerer, leicht öliger Körper. Malzig-süßlicher, äußerst komplexer Geschmack mit würzigen Kräuter- und Heidehonignoten; gegen Ende trockener werdend und mit einer dezenten Salznote. Sehr langer und angenehm wärmender Abgang.
Die Wasserzugabe rundet den Whisky sehr schön ab und nimmt ihm etwas die Trockenheit; im Abgang erscheint eine leichte Eichenholznote.
Unser Tipp: probieren Sie verschiedene Verdünnungen aus - je nach Wetter (sprich: Temperatur) ergeben sich immer wieder neue Aspekte!
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4
11
2009
Talisker Distiller’s Edition
- Amoroso Sherry Finish -
Nach einigen Fehlversuchen an anderer Stelle wurde die Talisker Destillerie 1831/2 von Hugh und Kenneth MacAskill am heutigen Standort gegründet. Zeitweise war Talisker im Besitz von Roderick Kemp, dem damaligen Inhaber der Macallan Brennerei. 1898 bildete sich die Firma Dailuaine-Talisker Distilleries Ltd., die Talisker im Jahr 1900 vergrößerte. 1925 kam sie dann zur Firma DCL, die 1928 die zuvor übliche Dreifach-Destillation aufgab. Nach einem Feuer wurde die Destillerie 1960 teilweise neu aufgebaut. 1987 schließlich Übernahme durch United Distillers (heute Diageo).
Im Duft erst Sherry und Rauch, im Hintergrund etwas Meersalz, Jod und Kräuternoten. Kräftiger, öliger Körper. Malzig-süßlicher, angenehm sherrytöniger Geschmack; leicht pfeffrig, mit würzigen Eichenholznoten und ein wenig Salz; gegen Ende trockene und rauchige Heidekrautnoten. Sehr langer, leicht torfiger und angenehm wärmender Abgang.
Die Wasserzugabe verstärkt die süßlichen Malz- und Sherrynoten, mildert etwas die Pfeffrigkeit und bindet die Salz-, Kräuter- und Eichenholznoten besser ein. Der Abgang bleibt unverändert lang.
Unser Tipp: Obwohl der Talisker recht mild ist und auch ohne Wasser getrunken werden kann, rundet ihn ein wenig Wasser sehr schön ab und zeigt auch besser seine Komplexität!
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1
10
2009
Glenrothes 1994
- Single Sherry Butt -
Die Brennerei wurde 1878 von William Grant & Co (nicht Glenfiddich) gebaut. 1887 fusionierte Glenrothes mit der Islay Distillery Co. (Bunnahabhain) zu Highland Distilleries Ltd. Bis heute ist die Brennerei im Besitz dieser Firma, die öfter ihren Namen und die Rechtsform änderte. Sie gehört heute zu Edrington and W. Grant (Glenfiddich). 1963 wurde Glenrothes von vier auf sechs und 1980 schließlich auf zehn Brennblasen erweitert. Die Kapazität der wash stills beträgt je 19.000 Liter, die der spirit stills je 22.000 Liter. Der Malt von Glenrothes ist äußerst wichtig für die Hersteller von Blended Whisky (vor allem für die Marke Cutty Sark).
Sehr würziger und fruchtiger Duft mit frischen Sherrynoten und ein wenig Vanillin. Voller und etwas öliger Körper. Kräftiger und würziger Geschmack, anfangs malzig-süßlich, dann trockenere Sherrynoten und leicht pfeffrig; gegen Ende eine trockene, würzige Eichenholznote.
Sehr langer, würziger und angenehm wärmender Abgang - gegen Ende trockener werdend. Die Wasserzugabe verstärkt die malzige Süße und mildert die würzig-pfeffrigen Noten ab; der unverändert lange und trockene Abgang wird etwas weniger wärmend.
Mein Tipp: verschiedene Verdünnungen ausprobieren!
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1
07
2009
Blair Athol 1997
- Single Hogshead, Unchillfiltered Collection -
Blair Athol wurde 1798 von John Stewart und Robert Robertson gegründet. 1862 wurde sie von P. Mackenzie erworben und 1897 mit der Dufftown Destillerie vereinigt. 1932 wurde die Brennerei geschlossen und ein Jahr später an Arthur Bell & Sons verkauft. Diese renovierten sie 1949 und gingen wieder in Produktion. 1973 wurde Blair Athol von zwei auf vier Brennblasen erweitert (wash stills je 13.000 Liter Kapazität, spirit stills je 11.500 Liter) und 1985 schließlich von United Distillers (heute Diageo) übernommen. Der Malt von Blair Athol wird überwiegend für die Blends von Bell’s verwendet.
Recht frischer Duft nach Kräutern und etwas Heidehonig; dann dezente, florale Noten und leicht rauchig. Fester, leicht öliger Körper. Anfangs süßlicher Geschmack, begleitet von einer sehr angenehmen, dezenten Salznote. Gegen Ende treten würzige, frische Eichenholznoten und eine Spur Torf hinzu; insgesamt trockener werdend. Erstaunlich langer, trockener werdender Abgang; gegen Ende bleibt eine deutliche Torfnote stehen.
Die Wasserzugabe schließt den Malt sehr gut auf und verstärkt deutlich die einzelnen Geschmacksnoten. Unser Tipp: nicht allzu viel Wasser zugeben! Die malzige Süße wird sonst zu dominant.
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1
05
2009
Ben Nevis 10 y. o.
- Port Cask von Duncan Taylor -
Die Brennerei wurde wahrscheinlich schon 1825 nahe des gleichnamigen, höchsten schottischen Bergs vom berühmten “Long John” McDonald gebaut. In den 1920er Jahren wurde der Produktname Long John an die Firma Seager Evans verkauft (später Whitbread-Konzern). Neben Single Malt wurde bei Ben Nevis zeitweise auch Grain Whisky produziert. 1986 wurde die Destillerie geschlossen und 1989 an Nikka Distillers (Japan) verkauft, die sie als reine Single Malt Destillerie wieder in Betrieb nahmen. Ben Nevis verfügt über zwei wash stills (je 25.000 Liter Kapazität) und zwei spirit stills (je 20.000 Liter). Die Jahresproduktion beträgt lediglich 500.000 Liter Alkohol.
Intensiver Duft nach Portwein, Heidekräutern und -honig. Sehr voller und öliger Körper. Im Geschmack anfangs eine kräftige, fruchtige Portwein-Note; dann sehr schnell trockener werdend, gegen Ende recht würzig und mit einer dezenten Salzigkeit auf der Zunge. Langer, leicht wärmender Abgang. Trotz der Jugend ein sehr reifer und milder Whisky.
Die Wasserzugabe verstärkt die fruchtig-süßlichen Noten am Anfang, aber auch den Kontrast zu der trockenen Würze am Ende. Unser Tipp: nur sehr vorsichtig Wasser zugeben!
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28
02
2009
Glenallachie 1995
- Duncan Taylor “The NC 2 Range”-Abfüllung -
Glenallachie (Tal der Felsen) wurde 1967/9 in der Nähe des Orts Charlestown of Aberlour, im Zentrum der Speyside gelegen, von Delme Evans im Auftrag von Mackinlay McPherson Ltd. (eine Tochter der Scottish & Newcastle Breweries Ltd.) gebaut. 1985 wurde die Brennerei an Invergordon verkauft und 1987 geschlossen. 1989 wurde Glenallachie schließlich von der französischen Groupe Pernod Ricard gekauft und wieder in Betrieb genommen. Die Brenn-Lizenz gehört Campbell Distillers, die den Malt von Glenallachie ausschließlich für ihre Blends verwenden!
Etwas floraler Duft, leicht malzig und fruchtig, mit einer sehr dezenten Sherrynote. Recht voller, öliger Körper. Leicht malziger, kräftiger und würziger Geschmack mit einem Hauch von Eichenholz im Hintergrund und einer leichten Salzigkeit auf der Zunge; gegen Ende ein wenig trockener werdend.
Die Wasserzugabe verstärkt auf sehr angenehme Weise die floralen Noten und die malzige Süße am Anfang; dann treten die trockenen und salzigen Noten etwas deutlicher hervor. Der Abgang wird länger und angenehm wärmend. Je mehr Wasser man zugibt, umso mehr treten die malzig-süßlichen Noten in den Vordergrund - der Abgang bleibt unverändert lang und wärmend.
Unser Tipp: je nach persönlichem Geschmack sind unterschiedliche Verdünnungen sehr reizvoll!!
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3
02
2009
Clynelish 1990
- Single Sherry Butt -
Die heutige Clynelish-Brennerei wurde 1967 von SMD gebaut; und zwar neben einer Destillerie, die bereits den Namen Clynelish trug. Für kurze Zeit hieß der Whisky beider Brennereien so, bis 1968 die ältere Brennerei in Brora umbenannt wurde. 1987 kamen beide Brennereien zu UD/UDV. Die Lizenz wurde 1990 von Ainslie & Heilbronn (Distillers) Ltd. auf Diageo übertragen. Clynelish hat 3 wash stills mit jeweils 15.000 Litern Kapazität und 3 spirit stills mit je 27.000 Litern Kapazität.
Im Duft angenehme Sherry- und dezente Salznoten, untermalt von einer leicht würzigen Fruchtigkeit. Recht voller und etwas öliger Körper. Anfangs leicht malziger, dann sehr würziger Geschmack mit deutlichen Eichenholznoten - trockener werdend und mit angenehm leichter Salzigkeit. Sehr langer Abgang mit würzigen Eichenholznoten, etwas Sherry und ein klein wenig Torf - gegen Ende trockener werdend.
Die Wasserzugabe verstärkt deutlich die malzig-süßlichen Geschmacksnoten und hebt auch etwas die salzigen Noten hervor (aber nicht unangenehm); dafür treten die würzigen Eichenholznoten etwas in den Hintergrund. Der Abgang wird eher noch länger und angenehm wärmend.
Unser Tipp: probieren Sie bitte verschiedene Verdünnungen aus - es lohnt sich!
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9
12
2008
Aberlour 1995
- Whisky Galore Madeira Finish -
Die klassische Speyside-Destillerie wurde 1826 von James Gordon und Peter Weir erbaut. 1879/80 wurde die Brennerei von James Fleming umfassend renoviert. Nach einem verheerenden Brand wurde Aberlour 1898 wieder aufgebaut. 1945 wurde die Brennerei an die Firma Campbell & Sons verkauft, die sie 1973 von zwei auf vier Brennblasen erweiterten. Bereits ein Jahr später wurde Aberlour dann an den heutigen Besitzer Pernod Ricard verkauft.
Fruchtig-blumiger Duft mit leicht würzigen Noten und dezenten Madeira-Wein Nuancen im Hintergrund. Recht voller und öliger Körper. Im Geschmack erst malzig-süß, dann sehr würzig und deutlich trockener werdend; auf den Lippen eine sehr angenehme Salzigkeit (von den Madeira-Fässern).
Sehr langer Abgang, begleitet vom Madeira-Geschmack und leichten Eichenholznoten. Insgesamt ein äußerst komplexes und mundfüllendes Geschmackserlebnis. Die Wasserzugabe mildert den Whisky sehr stark ab und verstärkt die trockenen Eichenholznoten am Ende.
Unser Tipp: Nur sehr vorsichtig Wasser zugeben! Der Whisky wird sonst zu trocken und bekommt außerdem eine leichte Bitterkeit.
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3
11
2008
Caol Ila 15 y.o.
- neue Duncan Taylor “The NC 2 Range” Abfüllung -
Die Destillerie wurde 1846 von Hector Henderson erbaut. 1863 wurde sie von Bulloch Lade & Co. über-nommen, renoviert und erweitert. 1927 kam Caol Ila in den Besitz von Vorgängerfirmen des heutigen Eigentümers Diageo. Von 1930 bis 1937 war die Brennerei geschlossen. Zwischen 1972 und 1974 wurde sie modernisiert und von zwei auf sechs Brennblasen erweitert. Caol Ila liegt im Nordosten Islays, in der Nähe des Fährhafens Port Askaig. Von dort gelangt man mit einer kleinen Fähre über die Meeresenge von Islay (gälisch: Caol Ila) zur Nachbarinsel Jura. Das verwendete Wasser stammt aus einem torfigen See im hügeligen Hinterland und ist recht salzig und mineralhaltig.
Im Duft erst Torf, Seetang und etwas Jod; dann im Hintergrund heuartige Noten und eine sehr dezente Rauchigkeit. Mittelschwerer, aber sehr öliger Körper. Anfangs malzig-süßlicher Geschmack mit deutlichen Salz- und Torfnoten; gegen Ende eine trockener werdende, leicht würzige Eichenholznote. Sehr langer, torfiger und angenehm wärmender Abgang.
Die Wasserzugabe verstärkt etwas den rauchigen Duft und fördert florale Noten zu Tage. Außerdem verstärkt sich der Kontrast zwischen malziger Süße am Anfang und salzig-würzigen, gegen Ende trockener werdenden Eichenholznoten. Der Abgang wird noch länger und torfiger.
Unser Tipp: wenig Wasser reicht aus, um den Whisky komplett aufzuschließen!
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