Die Isle of Skye

Dunvegan LochLast but not least hat die Heimat der Clans MacLeod, MacKinnon und MacDonald auch für Hobbyhistoriker einiges zu bieten: Auf einer Rundfahrt um die Insel wird man einige Male auf Wegweiser zu verschiedenen sogenannten “Brochs” stoßen. Diese öfter noch erstaunlich gut erhaltenen Bauwerke stammen zumeist aus der Zeit zwischen dem ersten Jahrhundert vor Christus und dem ersten Jahrhundert nach Christus. Ohne Mörtel gemauert dienten die “Brochs” den Urbewohnern der Insel als Fluchtburgen. Wer sich noch mehr für das Leben der früheren Bewohner interessiert, der ist im “Skye Museum of Island Life” mit Sicherheit richtig. Sieben strohgedeckte Cottages vermitteln einen Eindruck, wie schottische Crofter um die Mitte des 19. Jahrhunderts herum gelebt haben dürften.

Mac LeodNur wenige Meter weiter auf dem Friedhof von Kilmuir liegt die schottische Volksheldin begraben. Im Jahr 1746 rettete die damls 24jährige Bauerntochter Flora MacDonald dem schottischen Thronprätendenten Charles Edward Stuart, von den Schotten auch liebevoll “Bonnie Prince Charlie” genannt, nach der Schlacht von Culloden vor der Gefangennahme durch die Engländer. Als ihr irisches Dienstmädchen verkleidet, gelang es ihr, den jungen Heerführer durch die feindlichen Linien hindurch auf die Isle of Skye zu schmuggeln, von wo aus er auf einer französischen Fregatte in Sicherheit gebracht wurde. Für ihre Hilfsaktion wurde sie von den Engländern wegen Hochverrats eingesperrt, später jedoch begnadigt. Zwölf Jahre lebte sie in Amerika, bevor sie wieder nach Schottland zurückkehrte, wo sie im Jahr 1790 starb. Zahlreiche Lieder und Gedichte, darunter auch der berühmte “Skye Boat Song”, halten die Erinnerung an diese historische Begebenheit auch heute noch am Leben.

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