Whisky des Monats - August / September 2009

2 08 2009

2009_08_wdm.jpgBenriach 1996/2009
- “The NC 2 Range” von Duncan Taylor -

Die Brennerei wurde 1897/8 von John Duff gebaut und 1899 von der Longmorn Distillery Co. Ltd. übernommen. Ab 1900 war Benriach geschlossen und wurde erst 1965 von The Glenlivet Distillers Ltd. wiedereröffnet; 1977 wurde sie dann von Seagram (Kanada) übernommen. Dann wurde 2001 die kom-plette Chivas & Glenlivet Group an Pernod Ricard verkauft, die Benriach ein Jahr später wieder schlossen und zum Verkauf ausschrieben. Kurz darauf wurde die Brennerei vom neuen Besitzer Benriach Distillery Co. wieder geöffnet. Da Benriach über eigene “floor maltings” verfügt, kann Malz mit ganz unterschiedlichen Torfigkeitsgraden hergestellt werden. Die hier vorliegende Abfüllung wurde mit leicht getorftem Malz produziert.

Floraler und kräutertöniger Duft mit Vanille-, Heidehonig- und würzigen Eichenholznoten. Voller und leicht öliger Körper. Anfangs malzig-süßlicher Geschmack mit Heidehonig und Vanilletönen; dann deutlich trockener werdend, mit würzigen Eichenholznoten gegen Ende.

Sehr langer, würziger und leicht wärmender Abgang; gegen Ende etwas trockener werdend. Die Wasserzugabe mildert den Whisky ab und verstärkt die fruchtig-süßlichen Noten am Anfang. Im Abgang verstärkt sie etwas die würzigen Eichenholznoten.

Mein Tipp: nur wenig Wasser nehmen, sonst treten die Eichenholznoten zu sehr in den Vordergrund!

Diesen Monat statt 47,50 nur 42,50 Euro



Whisky des Monats - Mai 2008

1 05 2008

Miltonduff 8 y. o.

Die Brennerei wurde 1824 - als wieder legal in den Highlands destilliert werden durfte - von Pearey & Bain gebaut. Zeitweise wurde auch die Schreibweise Milton Duff verwendet. 1895/6 von Thomas Yool & Co. renoviert, die 1936 an Hiram Walker-Gooderham & Worts verkauft wurden; diese wiederum kamen in den Besitz von Allied Domecq. 2008_05_wdm_2.jpgZu den sechs Brennblasen, die den Miltonduff produzieren, kamen 1965 zwei sogenannte Lomond-Brennblasen hinzu, die bis 1981 den seltenen Single Malt Mosstowie produzierten. Miltonduff wird nicht mehr vom Eigentümer als Single Malt abgefüllt, sondern nur für die Ballantines-Blends verwendet.

Tasting Notes: Frischer, leicht honigartiger und floraler Duft. Mittelschwerer, etwas öliger Körper. Malziger und sehr würziger Geschmack - gegen Ende deutlich trockener werdend. Im Hintergrund eine sehr dezente Eichenholznote. Erstaunlich langer (man bedenke die relative Jugend des Whiskies) und leicht wärmender Abgang.

Die Wasserzugabe nimmt dem Whisky die Trockenheit und rundet ihn sehr schön ab. Der Whisky wird noch milder und die ohnehin nur dezente Eichenholznote verschwindet fast; außerdem kommt eine schokoladige Süße zum Vorschein. Der Abgang bleibt unverändert lang. Unser Tipp: ruhig verschiedene Verdünnungen ausprobieren!



Whisky des Monats - April 2008

8 04 2008

Auld Reekie 10 y.o.

Die Destillerie wurde 1846 von Hector Henderson erbaut. 1863 wurde sie von Bulloch Lade & Co. über-nommen, renoviert und erweitert. 1927 kam Caol Ila in den Besitz von Vorgängerfirmen des heutigen Eigentümers Diageo. Von 1930 bis 1937 war die Brennerei geschlossen. Zwischen 1972 und 1974 wurde sie modernisiert und von zwei auf sechs Brennblasen erweitert. 2008_04_wdm_w.jpgCaol Ila liegt im Nordosten Islays, in der Nähe des Fährhafens Port Askaig. Von dort gelangt man mit einer kleinen Fähre über die “Meeresenge von Islay” (gälisch: “Caol Ila”) zur Nachbarinsel Jura. Das verwendete Wasser stammt aus einem torfigen See im hügeligen Hinterland und ist recht salzig und mineralhaltig.

Tasting Notes: Torfiger, leicht medizinischer Duft mit einer dezenten Meeresbrise im Hintergrund. Recht öliger und kräftiger Körper. Anfangs malzig-süßlicher und stark rauchig-torfiger Geschmack; gegen Ende trockener werdend. Trotz der relativen Jugend geschmacklich sehr gut abgerundet.

Die Wasserzugabe verstärkt etwas das rauchige Aroma und die malzige Süße - selbst bei starken Verdünnungen bleibt der äußerst kräftige Geschmack voll erhalten. Vor allem im Nachklang bleiben die schön rauchigen Noten sehr gut stehen. Sehr langer, dezent salziger und angenehm wärmender Abgang. Unser Tipp: unbedingt verschiedene Verdünnungen ausprobieren!

Unser Tipp: probieren Sie ruhig verschiedene Verdünnungen aus; selbst bei extremen Verdünnungen (mehr als 1:1) wird der Whisky nicht eichentönig oder gar holzig!