2
07
2010
Auchentoshan 1997
- Unchillfiltered Collection von Signatory -
Angeblich wurde Auchentoshan (sprich: Ochentóschen) schon um das Jahr 1800, sicher aber 1830/34 von John Hart gebaut. Von 1837 bis 1878 war die Destillerie im Besitz der Familie Filshie. Dann wechselte häufig der Besitzer: Von C. H. Curtis zu A. Ferguson (1900), weiter zu George & John MacLachlan (1903), J. & R. Tennent (1960), Bass Charrington und Eadie Cairns (1969). Schließlich wurde Auchentoshan 1984 von Morrison Bowmore gekauft und gründlich renoviert. 1994 wurde Morrison Bowmore von der japanischen Firma Suntory übernommen. Der Malt von Auchentoshan wird noch im echten Dreifach-Brennverfahren mit drei separaten Brennblasen destilliert.
Sehr floraler, frischer und kräutertöniger Duft. Recht fester, leicht öliger Körper. Anfangs leicht süßlicher Geschmack; dann sehr würzige Noten, mit einer dezenten Salzigkeit unterlegt und gegen Ende trockener werdend.
Recht langer Abgang mit einer angenehm unaufdringlichen Vanillin-/Eichenholznote; gegen Ende ebenfalls trockener werdend.
Die Wasserzugabe verstärkt natürlich den Duft, aber auch die süßlichen Geschmacksnoten; die Salznote verschwindet und der Abgang wird weniger trocken.
Unser Tipp: entweder pur oder nur mit wenig Wasser genießen - sonst wird der Malt zu süß!
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2
03
2010
Dailuaine 1997
- Unchillfiltered Collection von Signatory -
Die 1854 gegründete Brennerei war bis 1869 im Besitz der Familie Mackenzie. Von 1877 bis 1884 wurde Dailuaine komplett neu gebaut. 1890 kam sie in den Besitz einer Firma, die sich ab 1898 Dailuaine-Talisker Distilleries Co. Ltd. nannte; diese ging dann 1916 in der DCL auf. Nach einem Feuer im Jahr 1917 wurde Dailuaine wiederaufgebaut, 1959/60 renoviert und von vier auf sechs Brennblasen erweitert. 1987 wurde sie schließlich von UD (United Distillers), heute Diageo übernommen. Wie bei Talisker wird der Malt von Dailuaine hauptsächlich für die Blends von Johnny Walker verwendet.
Frischer, leicht würziger Duft nach Kräutern und ein wenig Heidehonig. Kräftiger, leicht öliger Körper. Anfangs etwas malziger Geschmack; dann trockener werdend und sehr würzig, gegen Ende mit einer leichten Schärfe (Salz) und ein wenig Torf.
Sehr langer, angenehm wärmender Abgang mit Vanillenoten; gegen Ende trockener werdend und mit dezenten, frischen Eichenholznoten untermalt. Die Wasserzugabe verstärkt die malzig-süßlichen Noten und mildert die Schärfe deutlich ab; der Whisky wird insgesamt sehr viel weicher und runder.
Unser Tipp: ein klein wenig Wasser reicht völlig aus! Sonst wird der Abgang zu trocken.
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1
07
2009
Blair Athol 1997
- Single Hogshead, Unchillfiltered Collection -
Blair Athol wurde 1798 von John Stewart und Robert Robertson gegründet. 1862 wurde sie von P. Mackenzie erworben und 1897 mit der Dufftown Destillerie vereinigt. 1932 wurde die Brennerei geschlossen und ein Jahr später an Arthur Bell & Sons verkauft. Diese renovierten sie 1949 und gingen wieder in Produktion. 1973 wurde Blair Athol von zwei auf vier Brennblasen erweitert (wash stills je 13.000 Liter Kapazität, spirit stills je 11.500 Liter) und 1985 schließlich von United Distillers (heute Diageo) übernommen. Der Malt von Blair Athol wird überwiegend für die Blends von Bell’s verwendet.
Recht frischer Duft nach Kräutern und etwas Heidehonig; dann dezente, florale Noten und leicht rauchig. Fester, leicht öliger Körper. Anfangs süßlicher Geschmack, begleitet von einer sehr angenehmen, dezenten Salznote. Gegen Ende treten würzige, frische Eichenholznoten und eine Spur Torf hinzu; insgesamt trockener werdend. Erstaunlich langer, trockener werdender Abgang; gegen Ende bleibt eine deutliche Torfnote stehen.
Die Wasserzugabe schließt den Malt sehr gut auf und verstärkt deutlich die einzelnen Geschmacksnoten. Unser Tipp: nicht allzu viel Wasser zugeben! Die malzige Süße wird sonst zu dominant.
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11
03
2008
Signatory Isle of Jura 1997
Die einzige Brennerei auf der gleichnamigen Insel wurde wahrscheinlich schon 1810, sicher aber 1831 gegründet. 1876 wurde sie von James Ferguson gepachtet und renoviert. Vom 1. Weltkrieg bis 1960 blieb Jura geschlossen. Dann nach dreijähriger Bauzeit von Mackinlay McPherson (eine Tochtergesellschaft von Scottish & Newcastle) wiedereröffnet. 1978 Erweiterung der Destillerie-Kapazität von zwei auf vier Brennblasen.
1985 wurde die Brennerei von Invergordon, 1994 von der amerikanischen Firma Jim Beam übernommen. Seit 2001 im Besitz von Kyndal International.
Tasting Notes: Die kräftige aber natürliche Farbe lässt es vermuten: anfangs im Duft eine deutliche Sherrynote gepaart mit einer frischen, leicht salzigen Meeresbrise; leichte Rauchigkeit im Hintergrund und dezente Jodnoten. Recht öliger, mittelschwerer Körper. Leicht süßlicher und würziger Geschmack mit deutlicher Torfigkeit; nur leicht salzig. Sehr langer, sanfter Nachklang - angenehm wärmend; vor allem die ausgewogene Torfnote bleibt schön haften. Wasserzugabe verdrängt etwas die Sherrynoten, rundet dafür aber den Whisky sehr gut ab. Die Rauch- und Torfnoten werden leicht verstärkt (aber nicht unangenehm!).
Unser Tipp: probieren Sie ruhig verschiedene Verdünnungen aus; selbst bei extremen Verdünnungen (mehr als 1:1) wird der Whisky nicht eichentönig oder gar holzig!
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