9
12
2008
Aberlour 1995
- Whisky Galore Madeira Finish -
Die klassische Speyside-Destillerie wurde 1826 von James Gordon und Peter Weir erbaut. 1879/80 wurde die Brennerei von James Fleming umfassend renoviert. Nach einem verheerenden Brand wurde Aberlour 1898 wieder aufgebaut. 1945 wurde die Brennerei an die Firma Campbell & Sons verkauft, die sie 1973 von zwei auf vier Brennblasen erweiterten. Bereits ein Jahr später wurde Aberlour dann an den heutigen Besitzer Pernod Ricard verkauft.
Fruchtig-blumiger Duft mit leicht würzigen Noten und dezenten Madeira-Wein Nuancen im Hintergrund. Recht voller und öliger Körper. Im Geschmack erst malzig-süß, dann sehr würzig und deutlich trockener werdend; auf den Lippen eine sehr angenehme Salzigkeit (von den Madeira-Fässern).
Sehr langer Abgang, begleitet vom Madeira-Geschmack und leichten Eichenholznoten. Insgesamt ein äußerst komplexes und mundfüllendes Geschmackserlebnis. Die Wasserzugabe mildert den Whisky sehr stark ab und verstärkt die trockenen Eichenholznoten am Ende.
Unser Tipp: Nur sehr vorsichtig Wasser zugeben! Der Whisky wird sonst zu trocken und bekommt außerdem eine leichte Bitterkeit.
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3
06
2008
The Benriach
Die Brennerei wurde 1897/8 von John Duff gebaut und 1899 von der Longmorn Distillery Co. Ltd. übernommen. Ab 1900 war Benriach geschlossen und wurde erst 1965 von The Glenlivet Distillers Ltd. wiedereröffnet. 1977 wurde sie dann von Seagram (Kanada) übernommen. Dann wurde 2001 die komplette Chivas & Glenlivet Group an Pernod Ricard verkauft, die Benriach ein Jahr später wieder schlossen und zum Verkauf ausschrieben.
Kurz darauf wurde die Brennerei vom neuen Besitzer Benriach Distillery Co. wieder geöffnet. Da Benriach über eigene “floor maltings” verfügt, kann Malz mit ganz unterschiedlichem Torfigkeitsgrad hergestellt werden!
Tasting Notes: Fruchtig-floraler Duft mit einer angenehmen Vanillin-Note; ganz im Hintergrund tritt eine leicht würzige Eichenholznote hinzu. Recht voller und leicht öliger Körper. Recht kräftiger und mundfüllender Geschmack: anfangs eine leichte, malzige Süße; dann trockene und würzige Vanillin- und Eichenholznoten.
Recht langer, deutlich trockener werdender Abgang; gegen Ende tritt die würzige Eichenholznote deutlicher hervor. Die Wasserzugabe verstärkt insgesamt die süßlichen Duft- und Geschmacksnoten, außerdem kommt ein Hauch von Lakritz zum Vorschein.
Unser Tipp: unbedingt verschiedene Verdünnungen ausprobieren; aber vorsichtig sein mit zu viel Wasser - der Kontrast zwischen Süße am Anfang und Trockenheit gegen Ende wird sonst zu groß!
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1
05
2008
Miltonduff 8 y. o.
Die Brennerei wurde 1824 - als wieder legal in den Highlands destilliert werden durfte - von Pearey & Bain gebaut. Zeitweise wurde auch die Schreibweise Milton Duff verwendet. 1895/6 von Thomas Yool & Co. renoviert, die 1936 an Hiram Walker-Gooderham & Worts verkauft wurden; diese wiederum kamen in den Besitz von Allied Domecq.
Zu den sechs Brennblasen, die den Miltonduff produzieren, kamen 1965 zwei sogenannte Lomond-Brennblasen hinzu, die bis 1981 den seltenen Single Malt Mosstowie produzierten. Miltonduff wird nicht mehr vom Eigentümer als Single Malt abgefüllt, sondern nur für die Ballantines-Blends verwendet.
Tasting Notes: Frischer, leicht honigartiger und floraler Duft. Mittelschwerer, etwas öliger Körper. Malziger und sehr würziger Geschmack - gegen Ende deutlich trockener werdend. Im Hintergrund eine sehr dezente Eichenholznote. Erstaunlich langer (man bedenke die relative Jugend des Whiskies) und leicht wärmender Abgang.
Die Wasserzugabe nimmt dem Whisky die Trockenheit und rundet ihn sehr schön ab. Der Whisky wird noch milder und die ohnehin nur dezente Eichenholznote verschwindet fast; außerdem kommt eine schokoladige Süße zum Vorschein. Der Abgang bleibt unverändert lang. Unser Tipp: ruhig verschiedene Verdünnungen ausprobieren!
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1
04
2007
Longmorn 1992
Recht würziger Duft nach Kräutern, Wiesenblumen und Vanille; das Ganze mit einer dezenten Eichenholznote unterlegt. Mittelschwerer, öliger Körper. Anfangs malzig-süßlicher Geschmack mit Vanille- und Honignoten; gegen Ende mit einer ganz dezenten Torfigkeit und leicht würzigen Eichenholznoten - ein sehr runder und weicher Whisky.Sehr langer und leicht wärmender Abgang - Vanillin und malzige Süße bleiben lange im Mund bestehen. Die Wasserzugabe öffnet den Whisky und zeigt schön die enorme Komplexität von Longmorn. Unser Tipp: verschiedene Verdünnungen ausprobieren - je nach Wetter (sprich: Temperatur) ergeben sich immer wieder neue Aspekte!
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1
03
2007
Tamdhu 1994
Leichter und frischer Duft mit einer angenehmen Sherry-Note; im Hintergrund ein klein wenig Lakritze. Mittelschwerer, leicht öliger Körper. Anfangs leicht süßlicher, sherrytöniger Geschmack; dann eine fast feurige Würzigkeit auf der Zunge. Gegen Ende etwas trockener werdend, mit dezenten Eichenholznoten.
Recht langer und angenehm wärmender Abgang - nicht zu kräftig und leicht trockener werdend. Die Wasserzugabe macht ihn weicher und runder; die Schärfe verschwindet fast völlig, der Abgang wird etwas trockener. Unser Tipp: vorsichtig mit der Wasserzugabe!
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1
12
2006
Benriach 12 y.o.
Leicht fruchtig-floraler Duft mit Heidehonig-, Vanille- und dezenten Eichenholznoten. Recht voller Körper. Im Geschmack erst süßliche Honig- und Vanillenoten; dann trockener und würziger werdend. Sehr langer, würziger und angenehm wärmender Abgang - gegen Ende trockener werdend. Die Wasserzugabe intensiviert den Geschmack und verstärkt etwas den Kontrast zwischen den fruchtig-süßlichen Noten am Anfang und den trocken-würzigen Eichenholznoten gegen Ende. Der Whisky wird insgesamt vollmundiger und kräftiger im Geschmack. Mein Tipp: obwohl man den “Benriach” sicher auch pur trinken kann, besser mit etwas Wasser genießen!
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1
11
2006
Glenrothes Select Reserve
Angenehm fruchtiger Duft; zuerst etwas citrusartig, dann malzig, mit leichten Gewürznoten und ein wenig Vanillin. Recht voller Körper. Sehr mundfüllender und komplexer Geschmack, anfangs malzig-fruchtig und mit einer süßlichen Eichenholznote, dann würzig und leicht pfeffrig - gegen Ende trockener werdend. Sehr langer und würziger, aber ausgesprochen runder und cremiger Abgang.
Die Wasserzugabe verstärkt anfangs die malzig-süßlichen Noten; der Abgang wird trockener und kürzer, gegen Ende tritt die Eichenholznote etwas hervor.
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1
03
2006
Mannochmore 1992
Im Duft zuerst etwas Toffee, dann leicht fruchtig mit trockenen Gras- und Heunoten. Mittelschwerer und recht öliger Körper. Fruchtiger Geschmack mit einer dezenten, malzigen Süße und würzigen Eichenholznoten; trockener werdend. Milder und erstaunlich langer Abgang; ebenfalls trockener werdend und sehr würzig. Die Wasserzugabe verstärkt zu Beginn die malzig-süßlichen Noten. Dann drängen sich schnell die trockenen, nicht mehr so würzigen Eichenholznoten in den Vordergrund. Wiederum sehr langer und jetzt sogar leicht wärmender Abgang. Vorsichtig mit Wasser, damit der Whisky nicht zu trocken wird.
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1
02
2006
Ardmore 1992
Recht torfiger, obstartiger Duft mit einer trockenen Malzigkeit unterlegt. öliger und fester Körper. Im Geschmack anfangs eine leichte süßliche Malzigkeit, die aber schnell trockener wird; dazu gesellt sich eine angenehme, pfeffrige Schärfe. Das ganze wird untermalt von einer dezenten Torfigkeit. Der Abgang ist lang, torfig und pfeffrig. Am Ende tritt eine leichte, trockene Eichenholznote hervor.
Die Wasserzugabe verstärkt die mmalzig-süßlichen Noten und rundet den Whisky insgesamt sehr schön ab. Gegen Ende wird er wieder deutlich trockener, pfeffrig scharf und recht torfig. Je nach persönlichem Geschmack sind sehr unterschiedliche Verdünnungen möglich.
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1
12
2005
Glen Moray 12 y.o.
Sehr frischer Duft nach Getreide und Heu. Mittelschwerer Körper. Malziger und schön würziger Geschmack; gegen Ende trockener werdend mit angenehm würzigen Eichenholznoten. Alles sehr rund und ausgewogen. Sehr langer Abgang mit frischen würzigen Eichenholznoten - gegen Ende ebenfalls trockener werdend.
Die Wasserzugabe fördert im Duft blumige Noten zu Tage, verstärkt im Geschmack anfangs die malzig-süßlichen Noten und erhöht somit den Kontrast zu den trockenen und sehr würzigen Eichenholznoten im erstaunlich langen Abgang. Beide Spielarten - mit und ohne Wasser - sind sehr reizvoll.
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